Ratgeber
eBay Gebühren berechnen
Viele Reseller rechnen mit Verkaufspreis minus Einkaufspreis – und wundern sich am Monatsende über den Kontostand. Der Unterschied steckt in den Gebühren und den Nebenkosten.
Woraus sich die Kosten zusammensetzen
- Verkaufsprovision: ein Prozentsatz vom Gesamtbetrag inklusive Versand, abhängig von Kategorie und Verkäuferstatus.
- Fixbetrag pro Verkauf: ein kleiner Betrag je verkauftem Artikel.
- Zusatzoptionen: Angebotsverlängerung, Untertitel, mehrere Kategorien.
- Versandkosten: Label, Verpackung, Füllmaterial, Fahrt zur Filiale.
- Rücksendungen und Fälle: Rücksendeporto und gelegentliche Kulanz.
Die genauen Prozentsätze unterscheiden sich je nach Kategorie und Konto und werden von eBay angepasst. Verlässlich sind daher nur deine tatsächlichen Gebührenbuchungen – nicht ein gemerkter Prozentwert.
Die Rechnung, die wirklich zählt
Gewinn je Artikel:
Verkaufspreis + vereinnahmte Versandkosten − Einkaufspreis − Verkaufsgebühren − Zahlungsgebühren − tatsächliche Versandkosten − Verpackung und sonstige Kosten = Gewinn
Erst mit dieser Rechnung siehst du, ob eine Warengruppe sich lohnt. Es kommt regelmäßig vor, dass günstige Artikel mit hohem Versandanteil unter dem Strich negativ sind, während wenige hochwertige Artikel den Monat tragen.
Marge statt Bauchgefühl
Rechne zusätzlich die Marge: Gewinn geteilt durch Verkaufspreis. Wer bei gebrauchter Technik unter etwa 20 % landet, arbeitet nach Rücksendungen und Reklamationen häufig ohne Puffer. Diese Zahl gehört in deine Einkaufsentscheidung – vor dem Kauf, nicht danach.
Wie du Einkaufspreise passend dazu findest, steht im Ratgeber zum Deal-Einkauf.
Was Reseller am häufigsten vergessen
- Gebühren auf den Versandanteil, nicht nur auf den Artikelpreis
- Verpackungsmaterial über das Jahr gerechnet
- Artikel, die nie verkauft wurden und Kapital binden
- Zeit: Fotos, Beschreibung, Nachrichten, Verpacken
Allgemeine Orientierung, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Aktuelle Gebührensätze findest du in deinem eBay-Verkäuferkonto.